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Neurodermitis: im Intimbereich Symptome, Ursachen und Hilfe
Viele fragen sich womöglich, ob Neurodermitis auch im Intimbereich auftreten kann. Die Antwort lautet ja. Weil die Hauterkrankung jedoch für Betroffene ein sensibles Thema ist, sprechen sie nur ungern darüber. Umso wichtiger ist es, über die Symptome und Ursachen von Neurodermitis im Genitalbereich aufzuklären sowie Möglichkeiten zur Behandlung und Unterstützung aufzuzeigen.
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Welche Symptome sind für Neurodermitis im Intimbereich typisch?
Neurodermitis zeigt sich bei Männern, Frauen sowie Säuglingen und Kindern im Genitalbereich recht ähnlich, lediglich die betroffenen Regionen sind jeweils andere.
- Was ist Neurodermitis
Juckreiz im Schritt bei Männern
Bei Männern äußert sich Neurodermitis im Intimbereich durch stark juckende, gerötete, entzündete Hautstellen sowie nässende Areale, Verkrustungen und trockene, schuppige Haut. Betroffene Stellen sind oft:
- der Bereich um den Penis
- der Hodensack
- die Leisten
Der Penis selbst ist von Neurodermitis eher weniger betroffen.
Jucken im Intimbereich bei Frauen
Frauen erleben im Grunde die gleichen Beschwerden wie Männer, das heißt intensiven Juckreiz, Rötungen, Entzündungen sowie nässende, verkrustete Ekzeme und Hauttrockenheit sowie Schuppenbildung. Folgenden Bereiche betrifft es häufig:
- die Vulvazone
- die äußeren Schamlippen
- die Leistenregion
Der innere Bereich der Scheide (Vagina) bleibt normalerweise von der Neurodermitis verschont, weil er von einer Schleimhaut ausgekleidet ist, die anders beschaffen ist als die äußere Haut.

Juckender Intimbereich bei Säuglingen und Kleinkindern
Leiden Babys oder kleine Kinder unter Neurodermitis im Intimbereich, gleichen die Symptome denen von Erwachsenen: starkes Jucken, gerötete, entzündete, nässende Haut, Verkrustungen sowie trockene, schuppige Hautareale. Betroffene Flächen sind meist:
- der untere Bauch
- die Oberschenkel
Während Neurodermitis-Symptome bei Erwachsenen im Genitalbereich – wenn auch nicht im gesamten (siehe Penis oder Scheide) – auftreten können, bleibt bei Säuglingen und Kleinkindern der Windelbereich weitestgehend frei. Das ist im Rahmen der Diagnose sogar ein bedeutender Hinweis darauf, dass es sich um eine Neurodermitis handelt.
Hat ein Kind nämlich ein Ekzem im Po- und Genitalbereich, liegt wahrscheinlich eine Windeldermatitis vor. Das ist eine Entzündung der Haut, die üblicherweise durch eine Kombination aus feuchtem, warmem Klima, der Reibung auf der Haut und den im Kot und Urin enthaltenen Bakterien in der Windel ausgelöst wird.
Wichtig
Viele der hier beschriebenen Symptome bei Männern, Frauen oder Kindern können auch infolge anderer Erkrankungen auftreten. Daher ist es wichtig, dass du bei Beschwerden im Intimbereich immer ärztlichen Rat suchst, um eine genaue Diagnose und die passende Behandlung zu erhalten.
Was verursacht eine Neurodermitis im Intimbereich?
Grundsätzlich wird davon ausgegangen, dass bei der Entwicklung einer Neurodermitis genetische und Umwelteinflüsse eine Rolle spielen. Dass die Hauterkrankung bei manchen Betroffenen speziell im Intimbereich entsteht, kann an folgenden Triggerfaktoren liegen:
- Feuchtigkeit: Ein feuchtes, warmes Klima (etwa durch Schwitzen) schafft ideale Bedingungen für Hautreizungen und Infektionen.
- Reibung: Wenn eng anliegender Stoff auf der Haut reibt, kann das die Haut reizen und Neurodermitis-Symptome auslösen.
- übertriebene Intimhygiene: Wer es mit der Reinigung oder Rasur im Intimbereich zu gut meint, bringt die empfindliche Haut dort aus dem Gleichgewicht.
- aggressive Hygieneartikel: Waschlotionen oder Pflegeprodukte, die Allergene (wie Duft-, Farb- oder Konservierungsstoffe) enthalten, können die natürliche Hautbarriere angreifen.
Überdies kann Stress oder eine andere psychische Belastung die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass es zu einem Neurodermitis-Schub kommt.
- Psyche bei Neurodermitis
Wie lässt sich Neurodermitis im Intimbereich behandeln?
Um die Symptome von Neurodermitis zu lindern, können spezielle topische (äußerlich anwendbare) Cremes oder Salben helfen. Je nach Schweregrad sind eventuell zusätzlich systemische (innerlich wirksame) Medikamente nötig.
Auf dieser Seite kannst du dich ausführlich zur Behandlung von Neurodermitis informieren:
- Neurodermitis-Behandlung
Tägliche Hautpflege bei Neurodermitis
Um die juckende, gerötete und trockene Haut zu lindern, helfen spezielle Cremes und Salben. Weil jede Neurodermitis anders ausgeprägt ist, stehen für die Behandlung speziell abgestimmte Präparate zur Verfügung.
Hilfreiche Tipps bei Neurodermitis im Intimbereich
Es gibt einige Maßnahmen, deren Umsetzung dir dabei helfen können, Neurodermitis in der Intimzone einzudämmen:
- luftdurchlässige Kleidung: Trage atmungsaktive Kleidung aus natürlichen Materialien wie Baumwolle und verzichte auf synthetische Stoffe, um das Schwitzen zu vermindern.
- Vermeidung von Reibung: Wähle Unterwäsche und Kleidung, die angenehm und locker sitzt, damit keine Reibung entsteht.
- angemessene Intimhygiene: Reinige den Intimbereich sanft und in Maßen. Rasieren strapaziert deine Haut sehr, am besten verzichtest du darauf. Möchtest du dich dennoch rasieren, dann gib Acht, dass du den Rasierer in Wuchsrichtung der Haare führst – davor und danach wäschst du den Intimbereich am besten mit lauwarmem Wasser, um die Rasur zu erleichtern und Keime zu reduzieren. Sieh von Enthaarungscremes oder Haarentfernungsmethoden ab, die die Haare von der Wurzel an entfernen, weil das die durch die Neurodermitis strapazierte Haut zusätzlich reizt.
- schonende Hygieneprodukte: Verwende milde Reinigungs- und Pflegeartikel, die speziell für empfindliche Haut formuliert sind.
Weil auch psychischer Stress als einer von vielen möglichen Auslösern für Neurodermitis infrage kommt, können auch Stressbewältigungstechniken wie Meditation, Yoga oder Gesprächstherapien hilfreich sein.
FAQs: Häufig gestellte Fragen zu Neurodermitis im Intimbereich
Neurodermitis im Intimbereich äußert sich durch stark juckende, gerötete, entzündete, nässende oder verkrustete, trockene und schuppige Haut.
Am Penis zeigen sich üblicherweise keine Symptome von Neurodermitis. Vielmehr können sie im Bereich um den Penis, am Hodensack und den Leisten zum Vorschein kommen.
Die Scheide ist im Normalfall nicht von Neurodermitis-Ekzemen betroffen. Juckende, gereizte Stellen im weiblichen Intimbereich sind meistens die Vulvazone, die äußeren Schamlippen und die Leistenregion.
Juckreiz im Schritt bei Kindern muss nicht immer ein atopisches Ekzem bedeuten. Treten die Symptome ausschließlich am unteren Bauch und den Oberschenkeln auf, kann es Neurodermitis sein. Ist allerdings der Po- und Genitalbereich betroffen, liegt häufig eine Windeldermatitis vor.
Für Menschen, die aufgrund einer genetischen Veranlagung zu Neurodermitis neigen, können bestimmte Triggerfaktoren auch im Schritt Juckreiz, Entzündungen und trockene Haut auslösen. Dazu gehören ein feuchtwarmes Klima, Reibung, übertriebene Intimhygiene oder aggressive Reinigungs- oder Pflegeartikel.
Ständiger Juckreiz im Schritt ist nicht nur unangenehm, sondern auch belastend. Zur Linderung der Neurodermitis-Symptome im Intimbereich gibt es zur äußeren Anwendung besondere Cremes oder Salben. Manchmal kann es auch notwendig sein, auf Medikamente zurückzugreifen, die im Körper wirken.
Achte darauf, dass du luftdurchlässige und lockere Kleidung trägst, um übermäßiges Schwitzen oder starke Reibung zu vermeiden. Gehe auch bei der Intimhygiene mit Bedacht vor: Reinige den Bereich sanft und nicht übertrieben oft. Greife dabei zu milden Hygieneprodukten.
Grundsätzlich spricht nichts dagegen, bei Neurodermitis im Intimbereich Geschlechtsverkehr zu haben, vor allem, weil die Hauterkrankung nicht ansteckend ist. Dennoch sollten Betroffene dabei vorsichtig sein, weil beispielsweise Schweiß, Reibung, Kondome und Gleitgele die gereizten Stellen zusätzlich strapazieren können.
Wo tritt Neurodermitis auf?
Neurodermitis kann sich an verschiedenen Körperstellen zeigen, wobei einige Bereiche besonders anfällig sind. Informiere dich hier dazu!
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Creme, Salbe oder Lotion?
Was gegen die typischen Neurodermitis-Symptome wie Juckreiz und trockene Haut hilft, ist abhängig vom Erscheinungsbild der Haut. Informiere dich hier!
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Innerliche Therapien bei Neurodermitis
Liegen mittelschwer bis schwer ausgeprägte, andauernde Ekzeme vor, kann eine systemische Therapie angezeigt sein, zum Beispiel mit Biologika.
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