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Neurodermitis: auf der Kopfhaut Symptome, Ursachen und Tipps
Wenn es am Kopf unaufhörlich juckt und die Haut dort gerötet und gereizt ist, kann das zu einem starken Leidensdruck führen. Wie kommt es dazu, dass sich Neurodermitis auf der Kopfhaut zeigt? Was können Betroffene dagegen tun? Und wie steht es dabei um die Haare? Die Antworten auf all diese Fragen und mehr Wissenswertes rund um das Thema findest du hier.
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Symptome: Wie sieht Neurodermitis auf dem Kopf aus?
Neurodermitis macht sich auf der Kopfhaut häufig durch folgende Symptome bemerkbar:
- starker Juckreiz
- Rötungen
- Schuppenbildung
- nässende oder verkrustete Stellen
Im Vergleich zu anderen Körperstellen reagiert die Kopfhaut oft empfindlicher. Die Gründe:
- Da die Kopfhaut durch das Haar bedeckt ist, zirkuliert die Luft dort schlechter.
- Pflege- oder Stylingprodukte sowie Färbemittel für die Haare können die gereizte Kopfhaut zusätzlich belasten.
Ein weiteres Merkmal der Neurodermitis auf der Kopfhaut ist, dass der Juckreiz oft intensiver empfunden wird, was zu vermehrtem Kratzen und dadurch zu weiteren Hautschäden führen kann.
- Typische Ekzemstellen
Welche Ursachen kann Neurodermitis auf der Kopfhaut haben?
- hohe Temperaturen (etwa heißes Wasser beim Haarewaschen oder Hitze beim Föhnen)
- trockene Luft (beispielsweise durch Heizungsluft)
- das Tragen von Kopfbedeckungen
- aggressive Chemikalien in Haarprodukten (zum Beispiel Shampoos, Haarsprays, Farben)
- mechanische Reize (wie häufiges Kratzen am Kopf oder intensives Bürsten der Haare)
- Psyche bei Neurodermitis
Wie lässt sich Neurodermitis am Kopf behandeln?
- Verwende milde, parfümfreie Shampoos für die tägliche Haarpflege, die speziell für empfindliche Haut entwickelt wurden. Tipp: Die Balneum Intensiv Waschlotion mit rückfettenden Lipiden ist auch als Shampoo verwendbar und hilft, trockene sowie sehr trockene Haut pflegend zu reinigen.
- Eine weitere Empfehlung ist die Reduktion von Stress. Entspannungstechniken wie Yoga, Meditation oder Atemübungen können dabei unterstützen.
- Neurodermitis-Behandlung
Pflege für die Kopfhaut
Die Balneum Intensiv Waschlotion kannst du auch als Shampoo verwenden. Sie ist intensiv rückfettend sowie feuchtigkeitsspendend und so dein idealer Begleiter, um deine trockene Kopfhaut schonend zu reinigen.

Kann Neurodermitis auf der Kopfhaut zu Haarausfall führen?
In manchen Fällen kann es bei Neurodermitis auf der Kopfhaut zu Haarausfall kommen.1 Er entsteht vermutlich infolge der Entzündungen sowie des ständigen Kratzens. Beides kann die Haarfollikel schädigen und das Haarwachstum beeinträchtigen.
Meist ist der Haarausfall jedoch vorübergehend, denn sobald ein Neurodermitis-Schub abklingt, kann sich die Kopfhaut wieder erholen und auch die Haare wachsen wieder nach.
Kann Neurodermitis auf der Kopfhaut zu Haarausfall führen?
In manchen Fällen kann es bei Neurodermitis auf der Kopfhaut zu Haarausfall kommen.1 Er entsteht vermutlich infolge der Entzündungen sowie des ständigen Kratzens. Beides kann die Haarfollikel schädigen und das Haarwachstum beeinträchtigen.
Meist ist der Haarausfall jedoch vorübergehend, denn sobald ein Neurodermitis-Schub abklingt, kann sich die Kopfhaut wieder erholen und auch die Haare wachsen wieder nach.

Keine gute Idee: Haare färben bei Neurodermitis am Kopf
Es ist generell davon abzuraten, sich bei Neurodermitis auf der Kopfhaut die Haare zu färben. Denn die häufig aggressiven chemischen Substanzen in den Haarfärbemitteln können die empfindliche, bereits gereizte Haut zusätzlich belasten, die Hautbarriere weiter schwächen und Entzündungen verstärken, was zu intensiverem Juckreiz oder sogar zu neuen Neurodermitis-Schüben führen kann.2
Wer auf das Färben trotz Neurodermitis auf der Kopfhaut nicht verzichten will, sollte milde, hypoallergene Produkte wählen, die frei von aggressiven Chemikalien sind. Eine vorherige Absprache mit einem/einer Dermatolog:in kann ebenfalls hilfreich sein, um mögliche Risiken zu minimieren und geeignete Alternativen zu finden.
FAQs: Häufig gestellte Fragen zu Neurodermitis auf der Kopfhaut
Neurodermitis am Kopf äußert sich durch intensiven Juckreiz, gerötete Stellen, die Bildung von Schuppen und nässende oder verkrustete Ekzeme. Die Haut ist dort im Unterschied zu anderen Stellen am Körper besonders empfindlich, was zu einem starken Kratzbedürfnis führen kann.
Neurodermitis zeigt sich durch roten Juckreiz und nässende Ekzeme, während Psoriasis durch silbrig-weiße Schuppen und entzündete Stellen gekennzeichnet ist. Ein/Eine Dermatolog:in kann eine genaue Diagnose stellen.
Neurodermitis entsteht vermutlich durch eine Kombination aus genetischer Veranlagung und Umweltfaktoren. Auf der Kopfhaut wird ein Neurodermitis-Schub besonders durch hohe Temperaturen, trockene Luft, das Tragen von Kopfbedeckungen, aggressive Chemikalien in Haarprodukten oder mechanische Reize getriggert.
Bei der täglichen Haarpflege solltest du auf milde, parfümfreie Shampoos setzen. Bestimmte Inhaltsstoffe können dabei helfen, die Kopfhaut mit Feuchtigkeit zu versorgen und den Juckreiz zu beruhigen. Nach der Haarwäsche empfehlen sich speziell für Neurodermitis entwickelte feuchtigkeitsspendende Cremes oder Lotionen.
Infolge einer Neurodermitis auf der Kopfhaut kann es passieren, dass die Haare vermehrt ausfallen. Der Haarausfall rührt wahrscheinlich von den krankheitsbedingten Entzündungen und vom häufigen Kratzen her.
Wer unter Neurodermitis auf der Kopfhaut leidet, sollte auf Haarfärbemittel verzichten. Die häufig darin enthaltenen aggressiven Chemikalien können die empfindliche Kopfhaut zusätzlich reizen und die Krankheitssymptome verschlimmern.
Diagnose von Neurodermitis
Anhand welcher Kriterien lässt sich die Diagnose Neurodermitis stellen und welcher/welche Ärzt:in ist die richtige Anlaufstelle dafür?
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Basistherapie
Was gegen die typischen Neurodermitis-Symptome wie Juckreiz und trockene Haut hilft, ist abhängig vom Erscheinungsbild der Haut. Informiere dich hier!
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Innerliche Therapien bei Neurodermitis
Liegen mittelschwer bis schwer ausgeprägte, andauernde Ekzeme vor, kann eine systemische Therapie angezeigt sein, zum Beispiel mit Biologika.
- Zur Systemtherapie
- 1 Zhao, Jiahui, und Lingling Liu. „A Case of Atopic Dermatitis with Alopecia Universalis in a Patient Treated with Abrocitinib“. JAAD Case Reports, Bd. 22, 2022, S. 99–100, https://doi.org/10.1016/j.jdcr.2022.02.027.
- 2 Palaniappan, Vijayasankar, u. a. „Dermatological Adverse Effects of Hair Dye Use: A Narrative Review“. Indian Journal of Dermatology, Venereology and Leprology, Bd. 0, Nr. 1, 2023, S. 1–17, https://doi.org/10.25259/ijdvl_745_2022.